Bewusste Berührung

Berührung im umfassenden Sinne ist vielfältig und vielschichtig. Neben der körperlichen Berührung werden wir täglich von der Außenwelt berührt, wir atmen, wir nehmen Nahrung, Eindrücke und Informationen auf. Alles was geschieht, ist ein körperlicher, seelischer und geistiger Berührungsakt.

Berührung bedeutet in Kontakt sein mit der Welt im Außen wie auch in unserem Innersten.

 

Heutzutage wird es zunehmend schwieriger diesen inneren Raum in uns zu finden und zu halten. Wir haben uns eine Welt erschaffen, wo das Außen wichtiger geworden ist als wir selbst. Die Anforderungen im Beruf und im privaten Umfeld steigen stetig .  Viele muten sich zu überall und immer erreichbar zu sein.  Zunehmend werden Belastungsgrenzen spürbar?  Ersatzbefriedigungen spenden nur vorübergehend einen Trost. Wissenschaftlich erforscht, sind wir über 90 % des Tages  vollkommen in unseren Denkprogrammen und in äußeren Reizen abgezogen. Viele sind weitgehend im Dauerstress, funktionieren in ihren Aufgaben und verlieren dabei mehr und mehr die Wahrnehmung für den eigenen Körper. Kein Wunder, dass die meisten Menschen chronisch verspannt sind, über die Jahre können sich daraus deutliche Körpersymptome und manifeste Erkrankungen zeigen.

 

 

Woher kommen die Verspannungen, werde ich oft gefragt. Oben beschrieben wird deutlich, dass unser heutiger Lebensstil im Dauerstress und Bewegungsmangel unseren Körper in permanenter Anspannung hält. Dazu kommt oft eine, dem gestressten Alltag angeglichene, denaturierte Ernährung die nur kurzfristig sättigt, mangelversorgt, übersäuert und den Körper zusätzlich belastet.

 

Dies sind offensichtlich erwiesene Ursachen die uns auf der körperlichen Ebene aus dem Gleichgewicht bringen. Meiner Ansicht nach liegen die Zusammenhänge für Verspannungen meist tiefer. Unser Körper ist Spiegel unserer Emotionen und Ausdruck unserer Persönlichkeit. In Haltung, Gang, Art der Gestik und Bewegungen drücken sich persönlicher Stil und innere Regungen aus. Das Leben unseres Körpers ist Fühlen. Spannungen in unserem Körper sind oft mit negativen Erfahrungen und daraus entstandenen verdrängten Gefühlen verbunden.

 

 

Alles was geschieht, berührt uns in ungeahnt tiefer Weise, so sind alle Erfahrungen in unserem Körpergedächtnis  gespeichert. Wir alle haben positive wie negative Erfahrungen gemacht. Trauer, Angst, Scham, Wut, Zurückweisung. Entzug, Versagen, Einsamkeit und Hilflosigkeit sind unangenehm und werden oft als peinlich und schmerzhaft erlebt. Um diese Gefühle nicht erleben zu müssen, haben wir sie bestmöglich verdrängt und unserem Verstand die Kontrolle darüber zugeteilt. Dieser hat sich über das Fühlen gestellt, rationalisiert, verurteilt, belächelt, ignoriert und ordnet alles in altbekannte, gewohnte und verlässliche Glaubens- und Verhaltensmuster. Da dies ganz unbewusst geschieht, werden diese  Verdrängungsmechanismen gar nicht oder seltenst erkannt und hinterfragt. Viele Menschen akzeptieren ihre Spannungen und Kompensationsmuster als normal und natürlich. Doch wohin mit dem Verdrängten? Wohin mit diesen unangenehmen  Gefühlen die sich hin und wieder melden, still sein müssen und doch gesehen und wahrgenommen werden wollen?

 

 

Da unser Körper feinstofflich gesehen ein Energiefeld ist, beeinträchtigt jede Störung die darin auftaucht den Energiefluss und kann zu einer Dysbalance und Blockade führen. Werden Blockaden bewusst oder unbewusst dauerhaft genährt, verdichten sie sich Schicht um Schicht, verbrauchen ein hohes Mass unserer Lebensenergie und können sich irgendwann im Körper durch Bewegungseinschränkugen und Schmerzen spürbar tiefer manifestieren.

 

Ich möchte Sie einladen Ihrem Körper zu lauschen, mit ihm in Kontakt zu treten, ihn zu fühlen und dankbar und freudig mit ihm nahe zu sein.